Wies de Boevé wurde 1987 in Belgien geboren und begann dort sein Studium bei Lode Leire und Maurice Aerts. Danach studierte er in Zürich bei Duncan McTier und Frank Sanderell.

2010 wurde er Stipendiat der Herbert von Karajan Orchester-Akademie der Berliner Philharmoniker. Dort erhielt er Instrumentalunterricht bei den Solo-Bassisten Janne Saksala und Esko Laine und sammelte wertvolle Orchestererfahrung. Sein Solistendiplom an der Musikhochschule Luzern bei Božo Paradžik absolvierte er mit Bestnote und schloss anschliessend sein Studium an der Berliner Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ bei Matthew McDonald mit dem Konzertexamen ab.

Wies de Boevé ist Preisträger zahlreicher Wettbewerbe, wie des Internationalen Instrumentalwettbewerbs Markneukirchen, des Scottish International Double Bass Competition in Glasgow, des Solo-Wettbewerbs BASS2010 in Berlin, des Rahn Musikpreises Zürich und des Concours International de Contrebasse in Paris. Im März 2015 gewann er den Preis des Deutschen Musikwettbewerbs – als erster Kontrabassist in der mehr als 40-jährigen Geschichte dieses Wettbewerbs. Seit September 2016 ist Wies de Boevé ausserdem noch erster Preisträger des ARD Musikwettbewerbs.

Er spielte bei vielen renommierten Orchestern, u. a. beim Koninklijk Concertgebouworkest Amsterdam, dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem Finnish Radio Symphony Orchestra Helsinki, dem WDR Sinfonieorchester Köln und an der Staatsoper Berlin.

Ab Studienjahr 2018/19 unterrichtet Wies de Boevé als Hauptfachdozent Kontrabass an der ZHdK. Er ist stellvertretender Solo-Kontrabassist im Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und erspielte sich 2016 den ersten Preis beim renommierten Internationalen Musikwettbewerb der ARD.